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Ausgabe 2 (Juni 2011)
1. Grußwort des Ersten Vorsitzenden der Partei Die PARTEI
2. THEMEN SPEZIAL: ENERGIEPOLITIK
Dr. Helena Barbas: Die strahlende Zukunft Prenzlauer Bergs
Max von Ensen: Jeder Mensch sein eigenes Kraftwerk
3. DIE PARTEI VOR ORT
Der Kampf um Berlin
4. POLITIK & WIRKLICHKEIT
Max von Ensen: Ausgezeichnete Einschalungen
Ralfie van Alles: Wachturmleaks
5.MITMACHZENTRALE
Kristof Hahn, Gustav Robakowski: Radikal günstig
Grußwort des Ersten Vorsitzenden der Partei Die PARTEI
Liebe Wähler,
hier mal einige wichtige Hintergrundinformationen aus der Politik für Sie:
Das Merkel ist genauso am Ende wie das Wowereit-Regime. Es gibt daher am 18. September nur eine Lösung für Berlin (bei Polen): Die PARTEI
Wir sind eine moderne Turbo-Partei, populistisch und mit wenig Inhalten, sympathisch und machtversessen, mit einem klaren, humanistischen Bekenntnis zur „endgültigen Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag!“ (TITANIC).
Werfen Sie zu Informationszwecken gerne einen Blick auf unsere politischen Mitbewerber:
• Die SPD hat ein großes Problem: Sie kann einfach
keine Wahlen! Prost darauf!
• Die CDU hat ein großes Problem: Ihr gehen langsam die Arschlöcher aus. Althaus, Oettinger, Rüttgers, Koch – das kann ihr Spitzentüp in Berlin, dessen Name mir gerade nicht einfällt, kaum kompensieren! Prost darauf!
• Die FDP ist eine Spaßpartei und muß hier nicht erwähnt werden. Prost darauf!
• Einen Verweis auf die Grünen spare ich mir, sie sind die FDP des kleinen Mannes – pardon, des dummen kleinen Mannes, muß es heißen! Und seiner Frau! Prost darauf!
• Die Linke hat ... ach was, Die Linke ... Kann ich bitte ein neues Bier haben, Sie da?! Danke. Ich re... revanchiere mich, sobald wir an der Macht sind!
Es werden blühende Zeiten für Die PARTEI, für uns alle kommen, das verspreche ich höm ... Euch. Euch allen da ... Hee, wo wollen Sie hin? Und wir vergessen, das wissen Sie, vergessen ... nie ... was ...? Dings, wir ... vergessen niemanden, der uns den Weg an die Macht geebnet hat.
Martin Sonneborn
Und ... Ihr sollt auch nie, nie vergessen: Es kann links und rechts von der Partei Die PARTEI nichts geben, es darf links und rechts von der Partei Die PARTEI nichts geben und es WIRD links und rechts von der Partei Die PARTEI nichts geben!
Darauf gebe ich, Martin Sonneborn, Bundesvorsitzender von der Partei Die PARTEI, Euch mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehren... hups, keinermehrda!
Unautorisierter Abdruck eines Vortrages (Wortlautprotokoll), gehalten am 2. Juni 2011 auf der Damentoilette des Trinkteufel, Uhrzeit nicht mehr feststellbar, draußen war es jedenfalls dunkel.
Weiterführende Informationen – auch über die PARTEI-Kampa in Berlin (13.–19. August 2011) – entnehmen Sie bitte dem Faktenmagazin TITANIC oder www.die-partei.de!
Im Pressum
Herausgeber: Die PARTEI Landesverband Berlin
v.i.S.d.P: Luigi Lauer, Karl-Kunger-Str. 66, 12435 Berlin
Redaktion: Max von Ensen, Bogun von Wangenheim, Dana Kronika, Ralfie von Alles, Dr. Helena Barbas, Jonathan Ullwer, Lis C. Werner, Claas Augner
Autoren: Dr. Helena Barbas, Kristof Hahn, Martin Sonneborn, Uwe R. Nitsch, Ralfie vAlles, Max v. Ensen
Fotografie: Volker Roloff
Original-Titelfoto: istockphoto.com/hidesy
Satz & Layout: Satz- & Verlagsservice Bogun
Druck: print24.de
Postanschrift: DIE PARTEI c/o Uwe Nitsch
Heidelberger Str. 35, 12059 Berlin
Internet: wachturm.die-partei-berlin.de
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
facebook: Die PARTEI
2. Ausgabe, 1. Auflage, Juni 2011
Die strahlende Zukunft Prenzlauer Bergs Dr. Helena Barbas

Nun, nicht ganz. Berlin verkündet mit großer Freude: Nach der gewonnenen Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September 2011 wird für Sie im Prenzlauer Berg ein Endlager für radioaktive Abfälle eingerichtet. Die Kastanienallee wird mit sofortiger Wirkung in Castorallee, der Prenzlauer Berg in Strahleberg umbenannt.
Den mit der Planung des Projekts „Endlager Prenzlauer Berg“ (EPB) beauftragten Experten ist bewusst, dass dies bei vielen, insbesondere zukünftigen Strahlebergern, Fragen aufwirft – doch diese sind schnell beantwortet.

Deutschland besitzt bis heute kein Endlager. Die Einrichtung des EPB wird den griechischen Berliner Finanzhaushalt sanieren und nachhaltig sichere Arbeitsplätze für Tausende von Jahren schaffen, über Hunderte Generationen hinweg – denn es geht um unsere Kinder.
Warum in Prenzlauer Berg?
Gentrifizierung ist noch ein Problem Prenzlauer Bergs – das EPB bremst diesen Prozess wirksam aus. Die Coolness der „Prenzlberger“ eignet sich hervorragend zur Kühlung zwischengelagerten Materials. Zudem hat eine von der Partei Die PARTEI durchgeführte Umfrage gezeigt, dass ein Endlager ausschließlich in diesem Bezirk Zuspruch erfahren würde.
Das EPB wird sich harmonisch ins Stadtbild einfügen. Ortsbezeichnungen werden fließend angepasst. Neben der unterirdischen Endlagerung werden Castoren in der gebührenpflichtigen Parkzone zwischengelagert, auf Gehwegen gibt es bepflanzte Castoren-Poller zur Regulierung der Kinderwagen- und Touristen-Ströme, für Staumeldungen steht das neue „Radio Aktiv“ zur Verfgung.
Vorhandene Infrastruktur wird genutzt, um den Antransport der Lagerbehälter zu realisieren – deren Maße wurden extra auf Kinderwagen-kompatible Größe zugeschnitten. Natürlich wird das EPB eine Attraktion für Touristen aus beiden Teilen Deutschlands sein, die ihr kleines Stück Strahleberg to go wollen.


In EPB-Shops wird es Mini-Castoren mit leicht radioaktivem Abfall für zu Hause geben. Diese dienen dann je nach Befüllung als Fußwärmer, Tauchsieder oder Campingkocher.
Ist das EPB sicher?
Selbstverständlich. Stresstests wurden bereits durchgeführt, eventuelle Risiken als vertretbar eingestuft. Zu- dem ist das EPB sicher vor terroristischen Anschlägen, denn diese würden Kontamination und Strahlungsbelastung nur unwesentlich erhöhen.
Was habe ich als Strahleberger davon?
Vieles. Das gute Gefühl, einmal etwas für den Rest der Republik zu leisten. Die Möglichkeit, mit der BVG nahezu klimaneutral zur Castor-Demo anzureisen. Mehr Platz im Straßencafé, wo der Latte länger warm bleibt. Nachts müssen Straßen nicht mehr künstlich beleuchtet werden. Im Winter genießt Strahleberg als einziger Berliner Stadtteil den Vorteil eisfreier Straßen, da ein Überfrieren aufgrund der Abwärme nicht mehr stattfindet. In Parks angelegte Spargelbeete können ganzjährig bewirtschaftet werden, regelmäßig werden weltgrößte Spargel zu bestaunen sein.
Wir von der Partei Die PARTEI Berlin hoffen, Sie von unserem Konzept EPB überzeugt zu haben – bitte unterstützen Sie uns daher mit Ihrer Stimme, damit Sie bald sagen können: „Auch mir ist es zu verdanken, dass Prenzlauer Bergs Zukunft strahlend ist!“
Jeder Mensch seine eigenes Kraftwerk Max von Ensen

Natürlich ist die Partei Die PARTEI für Atomkraft – allein schon weil die CDU dagegen ist. Für erneuerbare Energien ist sie natürlich auch – weil es Stimmen bringt. Allerdings ist ihr Energiekonzept für die Zukunft der Zukunft den anderen „Parteien“ um Lichtjahre voraus. Statt die Landschaft mit Windmühlen voll zu stellen und fruchtbare Ackerkrume mit Solarzellen zu verkacheln, setzt die Partei Die PARTEI auf neueste technologische Entwicklungen, die es ermöglichen, die Energiegewinnung in den unsichtbaren Bereich zu verlagern. Unter Einsatz modernster Nano-Robotik wird eine gigantische Energieressource erschlossen, die bisher in allen Überlegungen übersehen wurde: der menschliche Körper. Allein durch die täglichen Bewegungs- und Verdauungsabläufe wird konstant massenhaft kinetische Energie freigesetzt, die ungenutzt verpufft. Moderne Micropower-Implantations- und Funkstromtechnologien erlauben es, diese Energie abzufangen und ins allgemeine Stromnetz einzuspeisen. Durch eine flächendeckende Nutzung der Humankraft könnte ein Vielfaches des globalen Energiebedarfs generiert werden. Unsere Grafik illustriert, was bereits heute möglich ist.





Es ist fünf Uhr morgens, durch die weitläufigen Hallen der ehemaligen Türklinkenfabrik Ferdinand Knauff in Bad Segeberg dröhnt laute Pop-Musik. Kevin Mumpitz ist bereits seit zwei Stunden auf den Beinen und bearbeitet mit Hammer und Nägeln bewaffnet eine kompliziert aussehende Holzschalung, die unter seinen wuchtigen Schlägen auf dem Boden langsam Gestalt annimmt.
„Die Konkurrenz schläft nicht, jeder will hier der Beste sein“, schreit er in das unermüdliche Geprassel seines Werkzeugs hinein und deutet mit den 14-Zoll-Nägeln in seinem Mund in die gegenüberliegende Ecke, wo gerade ein weiterer Teilnehmer der diesjährigen Deutschen Meisterschaft der Betonbauer seine Baustrahler anwirft. Die jungen Männer nutzen jede Sekunde, um zur abendlichen Präsentation ihrer Objekte ein möglichst perfektes Ergebnis vorweisen zu können. Bis dahin muss natürlich auch der Beton getrocknet sein.
Kevin will uns zunächst nicht verraten, woran er so fieberhaft arbeitet. „Nur so viel“, flüstert er uns schließlich zu, „es wird ein 38-eckiger Stützpilz mit vertikalen Querlamellen, wie man ihn beispielsweise bei der Kometenabwehr einsetzt. Das von mir entwickelte Stulpsockelgewinde ist eine absolute Weltneuheit. Damit puste ich sie alle aus dem Rennen!“
Nach und nach trudeln immer mehr muskulöse Betonbauer ein und errichten ihre Kleinbaustellen. Zuerst werden 3000-Watt-Strahler in den Ecken positioniert. Ein emsiger Gabelstapler befördert die benötigten Balken und Schaltafeln an Ort und Stelle. Bald schon kreischt die Kreissäge ihr Lied, schlägt der Hammer seinen Beat.
Schräg gegenüber setzt Tyson Müller aus Bitterfeld auf handwerkliche Präzision und Liebe zum Detail. Sein Objekt ist ein 30 Grad abgewinkelter Hofpfosten in Sichtbeton mit floralen Ornamenten und einem schrägen Briefkasteneinwurf als Aussparung. „In diesem Pfosten steckt literweise Herzblut und eine zweijährige Auseinandersetzung mit deutscher Mystik. Wenn ich damit gewinne, wird er den Vorgarten meiner Eltern zieren – wenn nicht, binde ich ihn mir ans Bein und stoße ihn von der Brücke.“
Insgesamt gehen an diesem Tag neunzehn junge Beton-Gesellen an den Start, die sich zuvor als Landessieger für die vom Zentralverband des Deutschen Betongewerbes veranstaltete Meisterschaft qualifiziert hatten. Die Teilnehmer gehören zur absoluten Top-Elite der Betonberufe in diesem Lande. Nach dem Endsieg der Partei Die PARTEI werden sie alle Hände voll zu tun haben.
In seiner Rede vor der abendlichen Siegerehrung betont Dr.Ing. Dieter Hartmann, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Betongewerbes, noch einmal die zentrale Rolle, die den Betonbauern beim Aufbau des neuen Deutschlands zukomme.
„Wir fühlen uns der Tradition verpflichtet und wollen mit innovativen Ansätzen die Zukunft gestalten. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb, der überregionale Leistungsvergleich der Besten mit den Besten, bringt den Teilnehmern mehr als einen kurzfristigen Sieg – nämlich auch dauerhafte Stabilität!“
Feierlich werden nun die Gewinner verlesen. Der Deutsche Meister 2011 der Betonbauer kommt aus Berlin. Silber geht nach Hessen, Bronze nach Ostpreußen. Tyson Müller stehen Tränen in den Augen – für ihn gab es leider keine Medaille. Das mit der Brücke, so verspricht er uns tapfer lächelnd, lässt er natürlich bleiben. Nächstes Jahr werde er nämlich noch einmal antreten. Dem Vaterland zuliebe.

Wachturmleaks Ralfie von Alles
Der Wahrheit auf der SpurManchmal muss man einfach nur die Augen aufmachen, um die Wirklichkeit zu sehen, wie sie in Wirklichkeit ist. WACHTURMLEAKS schaut hinter die Kulissen, kratzt die Tapete von der Wand, legt die Fakten auf den Tisch. Eins wird dabei unmissverständlich klar: Unser Land ist eine einzige optische Täuschung, unsere Demokratie ein schlechter Scherz. Ab sofort deckt WACHTURMLEAKS an dieser Stelle die skandalösesten Fälle staatlich organisierter Volksverdummung mit detektivischer Gründlichkeit auf.

Eine bahnbrechende Entwicklung des Technologiezentrums Tarnen und Täuschen ist die Schlossplatte. Südlich von Berlin konnten herkömmliche Plattenbau-Wohnungen durch aufgemalte Schlossfassaden zu völlig überhöhten Preisen an neoliberale Schnösel vermietet werden. Das überschüssige Geld ist natürlich FDP (Für Die PARTEI)! Auf der Rückseite (nicht im Bild zu erkennen) wurden offene Garagentore aufgemalt und vermietet, ein Vertrag mit einem Unfallfahrzeugverwerter steht kurz vor dem Abschluss.


Als Partei der extremen Mitte verfügt die Partei Die PARTEI über zahlreiche mehr oder weniger radikale Plattformen, die natürlich auch schon mal voll krass drauf sein können. Auch diesen Fraktionen verleiht das deutsche demokratische Polit-Fakten-Magazin DER WACHTURM ein mediales Forum – zumindest wenn es Geld in die PARTEI-Kasse spült und Wählerstimmen bringt. Im Folgenden daher einige der vielfältigen kommerziellen Service-Angebote unserer schlimmsten Radikalinskis, durch deren Nutzung Sie unsere politische Arbeit direkt unterstützen können.
Sie schreiben Bücher? Sind Groß-Schriftsteller? Tabubrecher? Kämpfer gegen Denkverbote? Lassen kein Reizthema aus und leuchten in jede noch so dunkle Ritze? Sie sind der Ansicht, dass Ihre weltgeschichtliche/kulturelle Bedeutung nicht im korrekten Maße gewürdigt wird?
Der ULTRARECHTE FLÜGEL / ATHEISTISCHE INTERNATIONALE der Partei Die PARTEI bietet Abhilfe. Gegen Zusendung unbeschädigter Exemplare (33– 45 Stk.) führen wir eine öffentliche Verbrennung Ihrer Werke durch (jeweils am zweiten Mittwoch jeden Monats) und eröffnen Ihnen dadurch die Möglichkeit, schon zu Lebzeiten Legendenstatus zu erlangen.
Folgende Servicepakete stehen zur Wahl:
Bücherverbrennung Basispaket
Sie senden uns das entsprechende Bücherkontingent plus Unkostenbeitrag für Brandbeschleuniger (Wodka – 2 x 10 x 5cl), und unser in Zynismus und Menschenverachtung geschultes Personal verbrennt Ihre Bücher an einem öffentlichen Ort ihrer Wahl.
Aktionspreis: 500 €
Bücherverbrennung Deluxe
Wie das Basispaket plus Unkostenbeitrag für die formschöne, leicht zu transportierende und bei jeder Gelegenheit überstreifbare Opferrolle „OPFER von Zynismus und Menschenverachtung“.
Bis Ende Juni nur 1000 €
Bücherverbrennung Deluxe Platinum
Wie Bücherverbrennung Deluxe, jedoch unter Mitwirkung johlender Menschenmengen (1 Dtzd.) sowie Videodokumentation in HD samt Presseerklärung unseres Servicepersonals. Weiterleitung des Youtube-Links an sämtliche relevanten Redaktionen. Bei gleichzeitiger Verbrennung von Portrait-Fotos fällt eine Extragebühr (50 € pro Foto) an. Eine Ihnen detailreich nachempfundene Strohpuppe packen wir für 500 € noch oben drauf („Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Menschen“).
Sonderpreis während der „Saure-Gurken-Zeit“: 5000 €
Buchen Sie noch heute Ihren Aufstieg in den Olymp der Literatur! Bestelladressen finden Sie im Internet unter www.google.de.
Deine Party droht zu lustig zu werden? Irgendein Pimmelkopp braucht was auf die Eier? Du stehst drauf, von drei Weibern mit Tourette-Syndrom gleichzeitig verachtet zu werden? Kein Problem. Für Schwarzgeld und gutes Speed machen wir alles und nen Arschtritt gibt’s noch gratis dazu, du Wichser. Pöbel-Service (Partys, Hochzeiten): 300 €/Std
Antisexistische Einzeltherapie: 500 €/Std
Total-Kastration (incl. Video-Doku): 1000 €/Std




